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Fon: 07554 9983-12
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Kaum gesicherte Erkenntnisse

Wir m├╝ssen gestehen, dass wir ├╝ber Alt-Heiligenberg als Burgplatz so gut wie nichts wissen.

Wir k├Ânnen nicht einmal nachweisen, dass die V├Âgte und sp├Ąteren Grafen vom heiligen Berg (mons sanctus) an dieser Stelle gewohnt haben. 

Es fehlen uns verl├Ąssliche Hinweise wie Karten, Zeichnungen oder genauere Beschreibungen. Wenn wir uns ├╝berhaupt auf fr├╝hmittelalterliche Urkunden berufen k├Ânnen, so sind dies Dokumente, die wir im heutigen Sprachgebrauch als notarielle Beurkundungen bezeichnen w├╝rden.

Baumstamm
Baumstamm

Vergessener Schutth├╝gel

Diese handeln von Belehnungen, Ernennungen, Verk├Ąufen, Bestrafungen und ├ähnlichem mehr. Als es sp├Ąter ├╝blich wurde, Orte genauer zu bezeichnen und zu beschreiben, war Alt-Heiligenberg l├Ąngst ein vergessener Schutth├╝gel im Walde. 

Trotzdem k├Ânnen wir diesem Schutth├╝gel einige Informationen abgewinnen, die R├╝ckschl├╝sse auf seine Entstehung zulassen. Dabei m├╝ssen wir ber├╝cksichtigen, dass man in der Fr├╝hzeit des Heiligenberger Massentourismus zum Ende des 19. Jahrhunderts - wo Heiligenberg als Kurort in einem Atemzug mit Baden-Baden genannt wurde - den Burgh├╝gel eben f├╝r diese touristischen Zwecke umgestaltet und hergerichtet hat.

Steinzeitliche Funde

Bei der Anlage von Kutschenwendeplatz (Karls-Platz, Stein mit Jahreszahl 1878), Wanderwegen und Aussichtsterrasse mit Pavillon nahm man auf die noch erkennbaren Reste von W├Ąllen, Gr├Ąben und Fundamenten keine R├╝cksicht. 

Wie F.K. Barth 1914 in seinem Buch ├╝ber Heiligenberg berichtet, fand man 1880 bei der Anlage des linksseitigen Weges zwischen Karls-Platz und Pavillon ÔÇ×Tierknochen und roh verzierte Tonscherben, die den steinzeitlichen Tongef├Ą├čen der Bodenseepfahlbauten entsprechenÔÇť.

Fr├╝hmittelalterliche Burganlage

Der Burgh├╝gel mit seinen steilen, nat├╝rlichen Flanken auf drei Seiten und dem bergseitigen tiefen Halsgraben - dieser fiel der Anlage des Karls-Platzes zum grossen Teil zum Opfer - entspricht den Vorstellungen einer kleinen fr├╝hmittelalterlichen Burganlage. 

Der beherrschende und m├Âglicherweise einzige feste Bau der nach 950 errichteten Anlage war ein Turm, dessen Fundamente noch im Schutt ruhen und im Innern des Trichters zum Teil sichtbar sind. Ob und welche weiteren Geb├Ąude vorhanden waren, kann nicht gesagt werden. Au├čerdem fehlen uns Kenntnisse ├╝ber Befestigungsvorkehrungen wie Gr├Ąben, W├Ąlle, Tore und Br├╝cken.

F├╝r eine standesgem├Ą├če mittelalterliche Grafenburg war der Burgplatz zu klein; deshalb entschlo├č sich Graf Berthold, die Burg um 1250 aufzugeben und auf einem topographisch g├╝nstigeren Gel├Ąnde eine neue Burg zu errichten.

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